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www.1eltern.ch | Informationen | Forum-Übersicht | Allgemeines Forum  |  Thema: Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
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Autor Thema: Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)  (Gelesen 274 mal)
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Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« am: Donnerstag, 11.03.10 21:13 »

Vielleicht müsste man auch die über Betrachtungsweisen reflektieren. Ich versuchs mal, ansatzweise:

Kindergrossziehen benötigt, in materieller Hinsicht, finanzielle Mittel und Betreuungszeit, in einer intakten Beziehung wie auch in einer Gescheiterten. Diese Ansprüche oder Bedürfnisse bleiben bestehen.
Und in der Regel herrscht in einer intakten Beziehung darüber Einigkeit. Die Eltern erbringen diese Leistungen gemeinsam. Jeder Elternteil investiert in gewisser Weise Zeit. Betreuungszeit oder Arbeitszeit (=Geld).
Führt man sich vor Augen, dass das eheliche Einkommen, im klassichen Fall der Lohn des Mannes, beiden gehört, so ist unschwer davon abzuleiten, dass sich auch die Mutter finanziell beteilig, beteiligen muss.

Trennt sich nun ein paar, ändert sich die Situation insofern, als dass die erbrachten Leistungen der Elternteile (Betreuungszeit und Arbeitszeit) nicht mehr in einen Topf fliessen, von dem aus das Leben bestritten wird, sondern jeder muss für sich selber wirtschaften UND seine Beiträge, in welcher Form auch immer, ans Kindergrossziehen leisten.
Das heisst also, dass Mütter nicht nur ihre Betreuungszeit und allfällige Alimente einsetzen, sondern sie müssen, so vorhanden, auch von ihrem Erwerbseinkommen beisteuern.

Es sind somit nicht die alimentezahlenden Väter alleine, welche finanziell für die Kids aufkommen.

Im "Normfall" finanziert der Vater mehr wie die Mutter, auf der anderen Seite betreut die Mutter mehr wie der Vater.

Die Kunst ist nun, einen Weg, eine Lösung zu finden, welche beide als angemessen betrachten können und vorallem WOLLEN.


Beste Grüsse


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Andrea
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Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #1 am: Freitag, 12.03.10 05:49 »

Im "Normfall" finanziert der Vater mehr wie die Mutter, auf der anderen Seite betreut die Mutter mehr wie der Vater.

Nur bei oberflächlichster Betrachtung. Berücksichtigt man/frau nämlich auch den Einkommensverlust, der durchs Hausfrau/-mann sein entsteht, sieht das vollkommen anders aus. 
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Andrea
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Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #2 am: Freitag, 12.03.10 07:31 »

Stimmt eben nicht, zumal ja das eheliche Erwerbseinkommen beiden gehört, beide Anrecht darauf haben. Somit "verlieren" beide gleichsam.
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Andrea
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Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #3 am: Freitag, 12.03.10 07:35 »

Aber klar stimmt es doch. Da nämlich auch das eheliche Erwerbseinkommen bereits reduziert ist, infolge Einkommensverlust durchs Hausfrau/-mann sein....
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Andrea
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Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #4 am: Freitag, 12.03.10 07:50 »

Somit "verlieren" beide gleichsam.

Auch dies nur bei oberflächlichster Betrachtung. Aufgabe der Erwerbstätigkeit zieht nämlich zusätzliche Folgen nach sich, welche einseitig zu Lasten der Person (Hausfrau/-mann) gehen, die aus dem Erwerbsleben ausgestiegen ist.
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Re: Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #5 am: Freitag, 12.03.10 08:47 »

Aber klar stimmt es doch. Da nämlich auch das eheliche Erwerbseinkommen bereits reduziert ist, infolge Einkommensverlust durchs Hausfrau/-mann sein....

Ich sag ja, es "verlieren" beide.


Somit "verlieren" beide gleichsam.

Auch dies nur bei oberflächlichster Betrachtung. Aufgabe der Erwerbstätigkeit zieht nämlich zusätzliche Folgen nach sich, welche einseitig zu Lasten der Person (Hausfrau/-mann) gehen, die aus dem Erwerbsleben ausgestiegen ist.

Du sprichst, so nehme ich an, das Anschlussverpassen im Erwerbsleben usw. an? Stimmt aber nur dann, wenn man der häuslichen Tätigkeit wie Haushalten und Kindererziehen usw. keinen Stellenwert beimisst. Ich für mich tu' das jedoch. Es ist wertvolle Arbeit. Und wenn man die richtige Einstellung dazu hat auch erfüllend, sehr erfüllend.

Und glaub mir, ich betrachte die Dinge nicht oberflächlichst ;-)
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Andrea
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Re: Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #6 am: Freitag, 12.03.10 10:03 »

Du sprichst, so nehme ich an, das Anschlussverpassen im Erwerbsleben usw. an? Stimmt aber nur dann, wenn man der häuslichen Tätigkeit wie Haushalten und Kindererziehen usw. keinen Stellenwert beimisst. Ich für mich tu' das jedoch. Es ist wertvolle Arbeit.
Nein es stimmt auch dann wenn man der häuslichen Tätigkeit einen Stellenwert beimisst. Wenn für Gotteslohn arbeiten so lohnend wäre, dann wäre die Kinder-Betreuungs- und Erziehungsarbeit bestimmt ausgeglichener auf Männlein und Weiblein verteilt...
Ich sprach von den latenten Konsequenzen der Erwerbsaufgabe, welche alleinig die Person betreffen, welche die Erwerbstätigkeit aufgibt.


Und wenn man die richtige Einstellung dazu hat auch erfüllend, sehr erfüllend.
Ist das reine Theorie - oder lebst du so? Sag mal lieber Advocat: hast du Kinder? Arbeitest du teilzeit/als Hausmann und betreust die Kinder selbst?


Und glaub mir, ich betrachte die Dinge nicht oberflächlichst ;-)
Glaube ich dir irgendwie sogar. Entschuldigung, falls es als Unterstellung gegen deine Person herübergekommen sein sollte. Es geht darum, dass man *alle* wirtschaflichen Faktoren berücksichtigen muss. Dazu gehört, dass die Betreungstätigkeit eben nicht "gratis" ist, sondern (nicht nur, aber auch) über den "Erwerbsausfall" finanziert wird.
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Andrea
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Re: Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #7 am: Freitag, 12.03.10 13:28 »

Andrea

Man arbeitet häuslich nicht für Gotteslohn, sondern für die Hälfte des ehelichen Einkommens.
Klar, im Gegensatz zum Doppelverdienen muss man finanzielle Abstriche machen. Aber es trifft doch wiederum alle Beteiligten.

Zudem, so hoff' ich doch, hat das Paar vor dem Kinderkriegen diesen Weg bewusst eingeschlagen und war sich der Konsequenzen bewusst, die da auf der einen Seite mit finanziellen Abstrichen, aber auf der anderen Seite mit dem Glück, der Freude des Elternseins einher gehen.

Ist gelebte Praxis. Ich habe Kinder und betreue sie zu ca. einem Drittel, übers Jahr und die Jahre gesehen. Vorwiegend während den Wochenenden und Ferien. Meine Ex arbeitet in dieser Zeit ausser häuslich.

Ja, ist bei mir so angekommen. Entschuldigung angenommen.  Zwinkernd

Wenn Du den Erwerbsausfall als das definierst, wie ich ihn sehe (bewusster Verzicht auf das Zweiteinkommen (oder teilweise) zugunsten des Kinderhabens, so gehe ich mit Dir einig.


Beste Grüsse
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Re: Betrachtungsweise reflektieren (getrennt: Mütter, die Alimente bezahlen)
« Antwort #8 am: Samstag, 13.03.10 23:24 »

"man arbeitet nicht um Gottes Lohn, sondern um die Hälfte des ehelichen Einkommens"

lieber advocat, du lebst in einer schönen Welt! hör doch mal all den Männern zu, die sich fürchterlich darüber aufregen, dass sie Frauenalimente zahlen müssen nach der Trennung, und all denen die ganz klar der Meinung sind, sie brächten schliesslich das Geld nach Hause, also dürften sie auch befehlen, was damit geschieht... Auch das Wort "Ernährer" impliziert da ganz klar etwas anderes... Auch wenn du juristisch gesehen natürlich vollkommen recht hast empfinden das viele Männer im Gegenteil in der Trennungssituation als sehr ungerecht...

Gruss freiundfroh
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