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Thema: Bin dankbar, dass ich mehr an Erziehungsarbeit leisten durfte (Gelesen 651 mal)
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musica2009
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Austauschen tut gut
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Hallo zusammen Wenn ich die Diskussion über Alimente verfolge, geht mir immer wieder der Gedanke durch den Kopf, dass es doch einfach auch eine riesige Chance ist, seine Zeit für die Kinder brauchen zu dürfen. Ich hatte das Glück, dass ich lange Zeit v.a. zu den Kindern schauen durfte, da es mein Mann nicht in Betracht gezogen hatte, sein Pensum zu reduzieren. Ich wäre immer mit 50:50 einverstanden gewesen, fand es aber auch ganz toll, nur so 20 Prozent auswärts zu arbeiten und die Kleinkinder voll und ganz geniessen zu können (so im Nachhinein denk ich v.a. ans Geniessen, die schlaflosen Nächte etc. stehen in der Erinnerung nicht mehr im Vordergrund). Ich bin meinem Exmann dafür dankbar. Es hat mir Sicherheit gegeben, auch wenn ich mir auch eine modernere Betreuungssituation gut hätte vorstellen können.
Nun muss er zahlen, was mir irgendwie leid tut, doch es geht nicht anders. Sobald ich finanziell besser dastehe, werde ich ihm die Frauenalimente erlassen.
Vielleicht ist es nicht gerecht. Er hat nicht mehr viel Geld, muss zahlen und hat die Kinder nicht, obwohl er keine Trennung wollte. Aber es ist nun mal die Realität... Das Gesetz muss ja dazu dienen, dass es irgendwie funktioniert.
Auf der anderen Seite hat er viel Zeit für sich selbst oder für eine neue Beziehung, könnte seine Kinder sehen, wenn er wollte...
Ich weiss nicht, wie man das Gesetz grundlegend ändern könnte, um mehr Gleichberechtigung zu erwirken. Mit dem gemeinsamen Kinderkriegen macht man sich voneinander abhängig... soll ja irgendwie auch so sein, nicht?
Dass ich mich nicht voll Power ins Berufsleben stürzen konnte hat zwei Seiten: Manchmal war es ärgerlich, dass ich (die ja so tolle Aussichten gehabt hätte während des Studiums) nicht soo verrückte Karriere gemacht habe. Doch, wenn ich die Kolleginnen sehe, die auf's Kinderhaben verzichteten, möcht ich nicht tauschen... Viel weiter habens die wenigsten gebracht und ich hab mein erfülltes Leben mit den Kindern.
Der einzige Betrachtungswinkel, welcher eindeutig unsere Situation negativ bewerten muss, ist der finanzielle: Ja, es ist ruinös, Kinder zu haben, je mehr, desto ruinöser. Man kann sich keine Designermöbel kaufen, keine Tauchferien auf den Bahamas leisten... ob Mann oder Frau... zusammen oder geschieden...
Musica
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Advocat
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musica
Schön, dass Du das so siehst, so sehen kannst! Viele sind offenbar nicht in der Lage oder gewillt, die Hausfrauen(männer)- und Kinderzeit als etwas Wertvolles, Schönes zu betrachten, welche u.U. auch seinen Preis haben kann.
Beste Grüsse
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Kathi1970
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Advocat, ich glaube, dass sic h viele hier musica anschliessen würden! Ich mindestens kann das nur unterstreichen, was sie geschrieben hat! Ich musste viele Jahre extrem viel arbeiten, weil mein Ex keine Alimente zahlt. Und ich habe unter der Trennung von den Kindern sehr, sehr gelitten. Es ist ein Privileg für die Kinder da sein zu dürfen und es ist eine befriedigende und erfüllende Aufgabe. Das Problem ist nur: das Leben muss finanziert werden. Einschränkungen zu akzeptieren, ist eine Seite der Medaille und jeder der Kinder will (ob Mann oder Frau) sollte dazu bereit sein. Aber es gibt eine Grenze dort, wo tägliche Sorgen ums Geld das Leben wirklcih schwer machen. Damit umzugehen, ist nicht soo einfach!
Mein Ex-Mann wollte, dass ich für die Kinder da bin. Aber nach der Trennung hat er erfolgreich vermieden, jemals Alimente für die Kinder oder mich zu zahlen. Deswegen würde ich heute immer sagen: ich möchte als Mutter auch arbeiten, einfach um im Berufsleben zu bleiben. aber mit einem kleinen Pensum. Und wenn ich einen Partner hätte, der dann sagt: schön, dann reduziere ich auf 80% und die Kinder haben einen Tag die Woche mit Papa -das wäre für mich das Ideal! Wenn beide arbeiten - auch wenn das Pensum unterschiedlich hoch ist - und beide nach den Kindern schauen, glaube ich, dass das auch das Verständnis als Paar füreinandern fördert, denn so erlebt jeder, was der andere tut und leistet. Und für die Kinder wäre es sowieso super, wenn beide Eltern an der Erziehung beteiligt sind.
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Advocat
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Kathi Dem hab ich nichts mehr beizufügen. 
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Andrea
1eltern Team Administrator
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allein erziehend, mit 12 jährigem Kind
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Dankbar bin ich dafür, dass es mein Kind gibt. Dafür, dass ich alles alleine leisten darf, bin ich nicht dankbar.  Und all den Besserwissern, die mir erzählen, ich hätte es ja so gewollt, bin ich auch nicht dankbar. 
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Andrea Happy Day to everybody out there !  Sag doch mal - ich dachte Du nimmst die Pille! Sag doch mal - ich dachte Du willst ein Kind! (Für Frauen zur freien Verwendung, von: Anke Engelke, Ladykracher, 19.10.2006)
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Advocat
Gast
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Und all den Besserwissern, die mir erzählen, ich hätte es ja so gewollt, bin ich auch nicht dankbar.  Andrea, hält Dir denn jemand vor, dass Du das so gewollt hast? Wenn ja, muss das jemand sein, der recht verschrobene Vorstellungen hat. Gruss
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musica2009
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Beiträge: 362
Austauschen tut gut
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Andrea Ja klar bin ich nicht dankbar dafür, dass ich den Karren nun alleine ziehen muss. Aber ich war damals, als die Kinder klein waren, froh, dass mein Mann so viel arbeitete, dass ich für sie schauen konnte, ohne mich gross ums Verdienen zu kümmern. Nur das meinte ich. Ich habe zum Teil daneben noch studiert und habe, als alles abgeschlossen war, dann realisiert, wie schön es war, nur für die Kinder zu schauen.
Advocat Ich erlebe das ganz hart: Meine Eltern haben mir bei der Trennung mitgeteilt, wenn ich mich für diesen sündhaften Weg entschiede, müsse ich für immer auf die Unterstützung meiner Familie verzichten... Naja, so was gibt es tatsächlich. Inzwischen haben sich die Wogen etwas geglättet, aber die Vorstellung, dass ich es ja so gewollt hätte, bleibt...
Musica
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prima70
Angefressen
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Beiträge: 24
Ich liebe dieses Forum!
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Ich war auch lange "nur" Hausfrau und Mutter. Und es war gut für meinen Sohn. Bei der Trennung arbeitete ich schon etwas und konnte am gleichen Ort das Arbeitspensum erhöhen.
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musica2009
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Austauschen tut gut
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Hallo zusammen Also, ich empfinde es als "männlich" in einem positiven Sinn, wenn ein Mann seiner Partnerin finanzielle Sicherheit bietet, damit sie zu den Kindern schauen kann. Nur leider geht die Sache nicht auf im Falle einer Scheidung... Ganz ehrlich, wenn mir mein Traumprinz begegnen würde, auch noch nebenbei reich wäre und ich weniger arbeiten müsste, wär ich nicht abgeneigt und würde gerne mehr in Haus und Garten arbeiten... Voll unemanzipiert... Auf der anderen Seite könnt ich mir auch gut vorstellen, dem idealen Hausmann zu begegnen... Wenn ich abends heimkäme, könnte ich mich an den gedeckten Tisch setzen, morgens frische Kleider aus dem Schrank nehmen....Aber wehe, er redet mir drein...  Oder, dritte Variante, ich gewinne ein paar Millionen, leiste mir eine Haushälterin und einen Butler  und arbeite nur noch so viel, wie es für meine Selbstverwirklichung förderlich wäre... Träum... Musica
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freiundfroh
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Beiträge: 185
Humor ist, wenn man trotzdem lacht
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Ach musica, ja, jede Variante hätte was für sich...!
Ich bin auch grad am Punkt, wo ich sehr gern mehr Zeit für meine Kinder hätte, was aber aus finanziellen Gründen nicht geht...
Und klar, wenn ich meine kinderlosen Kommillitoninnen sehe: sie sind zwar berufsmässig definitiv ein gutes Stück weiter als ich, aber tauschen, nein, das möcht ich trotzdem nicht!
Liebe Andrea, da kann ich dir wirklich in jedem Punkt beipflichten!
Gruss freiundfroh
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alleinerziehen ist anstrengend, macht einsam, aber: strahlende Kinderaugen sind das Beste, was es auf dieser Welt gibt.
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