Hallo Andrea!
Ja, das verstehst du ganz richtig.
Da mein Ex mit erreichen des 18 Geburtstsages seines Sohns (3 Jahre vor Lehrabschluss) die Alimentenzahlungen eingestellt hat und ich schon so meine Erfahrungen mit ihm gemacht hatte, haben wir uns relativ schnell (nach Rückfrage bei ihm und einem Gang zur Gemeinde) an eine Anwältin gewandt.
Da mein Sohn (er hat ja auch schon einige Erfahrungen diesbezüglich mit seinem Vater) sich sicher war, dass er die Sache durchziehen will, haben wir mit Hilfe der Anwältin schon letzten Herbst Klage eingereicht.
Leider sind im Kt Aargau zwei Gerichtsverhandlungen nötig (die erste bestimmt ob und wieviel bis zum endgültigen Urteil bezahlt wird), dann haben wir es noch mit verhandlungen versucht, was die Sache auch noch etwas verzögert hat.
Ich habe der Anwältin von vorne herein gesagt, dass es das Ziel meines Sohnes ist über eine Berufsmatur auf eine fachhochschule zu gehen, es gibt in unserem Fall auch sehr triftige Gründe, warum nicht über den üblichen weg (Gymi, Studium) gegangen werden konnte, dies ist in dem Fall eine starke Legasthenie welche erst therapiert werden musste.
Wir haben also schon von Anfang an, wie du schreibst, auf Alimente bis ende Fachhochschule geklagt (mein Sohn hat jetzt noch 2 Jahre Lehre vor sich, besucht auch schon von Anfang an Zusatzkurse usw.)
Mir ist bewusst, dass trotz allem der ausgang sehr ungewiss ist.....leider....
Es wäre natürlich schön, wenn es eine Unterstützung seitens des Vaters gäbe und nicht alles an mit hängen bliebe....
Das irre an der Sache ist, dass ich eigentlich davon ausgegangen bin, dass mein Ex bis Ende Lehre zahlt und wir dann halt selber schauen müssen.....es ist jetzt eigentlich nur durch seine Einstellung der Alimentezahlungen so weit gekommen, dass wir überhaupt mehr fordern....
auf jeden fall kommt ihn die ganze Sache so auf jeden fall viel, viel teurer auch durch die ganzen Anwalts und Gerichtskosten.....
....ich finde das irgendwie total traurig, dass er seinem Sohn so ein Bild von sich gibt....."ich schmeisse mein Geld lieber den Anwälten und Gerichten in den Rachen, als Dich zu unterstützen!"
Dann beklagt er sich beim Richter, er hätte zu wenig Kontakt mit seinem Sohn und wolle deswegen keine alimente mehr zahlen!
Zum Glück hat der Richter das relativ schnell raus gehabt, dass der meiste Kontakt vom Sohn aus geht und hat den Vater in seine Schranke verwiesen.
anscheinend gehört das auch zu den Sachen, die ich nicht verstehen können muss (weil das für mich wohl unmöglich wäre das zu verstehen).

Vielen Dank auf jeden fall für Deine guten Wünsche....ich bin auch ganz gespannt auf den Ausgang.
Es hätte glaub auf jeden fall Präzedenzfall-Charakter, wenn es zu Gunsten meines Sohnes raus kommt.
gruss sternli