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www.1eltern.ch | Community | Forum-Übersicht | Frustforum  |  Thema: Kuckuckskinder
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Autor Thema: Kuckuckskinder  (Gelesen 2008 mal)
bellejessi
Gast


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Re: Kuckuckskinder
« Antwort #50 am: Dienstag, 09.03.10 18:52 »

Noch etwas.

Ich hatte selbst mal einen Freund, der 5 Kinder hatte. Er wohnte 10 Jahre in Norwegen. Er verliebte sich dort, die Frau wurde schwanger. Ein zweites Kind kam zur Welt. Kurze Zeit später wurde er vor die Tür gestellt. Er verliebte sich erneut. Die neue Frau hatte bereits ein Kind und man wollte noch mehr Kinder. Also zog man in die Schweiz um sich alles leisten zu können. Wieder wurden drei Kinder gezeugt, wieder wurde der Mann vor die Tür gestellt. Die Frau ging kurze Zeit später samt Kinder zurück nach Norwegen. Seither sind nun mehr als 10 Jahre vergangen. Dieser Mann konnte keines seiner Kinder im Erwachsenwerden begleiten. Mittlerweilen ist er Grossvater von 3 oder 4 Enkelkinder. Er erzählte mir, als er bei der Hochzeit seiner Tochter war nicht einmal fähig war das Enkelkind zu wickeln. So weh hat es ihm getan. Er war ein super Vater und alles für seine Kinder getan. Trotzdem hat er viel versucht, die Situation als solches zu akzepieren. Nach unserer Beziehung hat er sich eine Freundin ohne Kinder gesucht. Hat gelernt, dass es noch ein Leben ohne Kinder gibt und auch vorteile darin gefunden. Musst dies so tun, sonst wäre er zerbrochen. War stolz darauf immer seine Alimente pünklich bezahlt zu haben.

Warum ich diese Geschichte erzählte ist auf den Grund heraus, dass man lernen muss forwärts zu schauen. Lernen das Beste aus der Situation zu machen.

Hey deine Kinder sind noch Kinder und wenn sie in die Schweiz kommen wollen ist es nie zu spät. Wenn man will kann man Berge versetzten. Nur schon eine positive Einstellung kann dies  Bewirken. Denn Männern die nicht mehr ihre Kinder sehen, habe ich oft gesagt, es kommt mal eine Zeit wo das Kind nach seinem Vater frägt. Egal ob es erwachsen wurde in der zwischenzeit. Das Leben ist lange genug, sich wieder zu finden. Ich weiss, es ist nicht mehr dasselbe, aber es ist eine Change und man darf einfach nie aufgeben.

bellejessi
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freiundfroh

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Re: Kuckuckskinder
« Antwort #51 am: Donnerstag, 11.03.10 00:56 »

Lieber Willtell

was ist denn der Auslöser, dass du jetzt plötzlich anfängst zu rechnen, wo du das 16Jahre nicht getan hast? (deiner Affärengeschichte zum trotz, die auch nur auf den Aussagen einer eifersüchtigen fraglich geprellten Ehefrau beruhen, könntest du der Vater sein, wie oben vorgerechnet!), War es, dass sich die Kinder beklagen und dir indirekt der Vorwurf gemacht wird, dass du sie hast ziehen lassen mit der Mutter? Hast du dich denn damals wirklich voll füs Sorgerecht eingesetzt? Wolltest du dich tatsächlich selber um die Kinder kümmern, mit allen Konsequenzen?
Ich frage deswegen etwas kritisch, weil du eigentlich sehr gute Chancen gehabt hättest fürs Sorgerecht, wenn die Mutter tatsächlich Prostituierte war.
Zusätzlich kenne ich einen Fall, wo ein afrikanischer Vater in der Schweiz erfolgreich die Ausreise seiner Ex mit Kindern nach London verhindert hat vor Gericht, mit der Argumentation, er zahle Alimente und habe sein Besuchsrecht, das er bislang auch immer wahrgenommen habe, und er sei in keinster Weise bereit, darauf zu verzichten.

Mit deiner Forderung zur Gleichberechtigung kann ich dir nur rechtgeben, auch wenn ich natürlich die aktuelle Lage ZIEMLICH anders sehe als du...

Wenn du die Beiträge von djoser wirklich lesen würdest, könntest du einige Beispiele für Unrecht aus Frauensicht herauslesen, aber dazu bist du offenbar momentan nicht bereit.

Mein Tipp: jammere noch solange es dir hilft, und dann könntest du zum Beispiel auf Abänderung des Sorgerechts klagen, du hättest wahrscheinlich intakte Chancen. Fraglich nur, ob du dazu überhaupt bereit bist?
Willst du deine Kinder überhaupt in die CH holen und für die Ausbildung aufkommen?

Du wirst dich gleich aufregen, dass deine Ex dir dann keine Alimente zahlen wird - bleib ruhig, das macht mein Ex auch nicht, seit er zurück nach Afrika ist - in diesem Punkt herrscht absolute Gleichberechtigung...

Was Polemik, Surrealität anbelangt, muss ich übrigens djoser beipflichten: wer gleichzeitig schreibt, er sei grad zum vierten Mal Vater geworden (offenbar in glücklicher Beziehung), und dann das Leben habe bei den bösen Schweizer Gesetzten keinen Sinn, also hmm...
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alleinerziehen ist anstrengend, macht einsam, aber: strahlende Kinderaugen sind das Beste, was es auf dieser Welt gibt.
Willtell

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Re: Kuckuckskinder
« Antwort #52 am: Mittwoch, 17.03.10 11:45 »

vielen Dank für die vielen gut gemeinten Kommentare. Ich habe mich nach reiflicher Ueberlegung dazu entschlosssen, nichts zu unternehmen, denn mein Sohn würde sicher darunter leiden. Es war jedoch, interessant, die ganzen Hinweise, Kritiken und sonstikge Kommentare zu lesen. Eins ist jedoch sicher, hier wird manchmal scharf geschossen von weiblicher Seite, ich bitte um ein bisschen mehr Fairness. Aber ansonsten habt ihr Recht....und ich grüsse Euch alle herzlich, Peter
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Bluff

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Re: Kuckuckskinder
« Antwort #53 am: Mittwoch, 17.03.10 16:14 »

Lieber Willtell

Das freut mich sehr, das du dich entschlossen hast, nichts zu unternehmen. Ich bin überzeugt wenn dein Sohn erwachsen ist und selbst entscheiden kann, dann wird er den Kontakt zu dir suchen, ich hoffe es ganz fest für dich.............und ja hier wird sicher manchmal scharf geschossen  ;)aber in diesem Forum gibt es viele, die zu Hause viel "beschossen wurden" und sich halt nicht mehr alles gefallen lassen.............aber du hast schon recht, fair muss man bleiben.

Ich wünsche dir viel Glück

Gruss

Bluff  Lächelnd
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Re: Kuckuckskinder
« Antwort #54 am: Samstag, 12.06.10 15:36 »

Ich möchte etwas anfügen, aus Sicht eines "potentiellen" Kuckuckskindes. Ich habe im Alter von 38 Jahren aus einem seltsam formulierten Nebensatz in einem Brief von meinem Vater erfahren, dass er davon ausgeht, dass ich ein Kuckuckskind sei. Beim Nachhaken kam auch so eine ähnliche Geschichte ans Tageslicht wie Willtell es beschrieben hat. Meine Mutter soll angeblich zum Zeitpunkt meiner Zeugung eine Affäre gehabt haben im Ausland. Die Affäre hatte sie offenbar zugegeben, aber behauptet, sie wäre zum Zeitpunkt meiner Zeugung beendet gewesen. Nun, meine Mutter ist seit über 12 Jahren tot, ich kann sie also nicht mehr befragen.
Der springenden Punkt an der Sache: Offenbar habe ich mein Leben lang darunter gelitten ein "potentielles" Kuckuckskind zu sein: Mein Vater hat mich das spüren lassen. Jedenfalls gehe ich heute davon aus, dass er mich anders behandelt hätte, wenn diese Ungewissheit nicht existiert hätte. Nun ist aber für mich der Fall so weit klar, dass ich 100% sicher bin, die Tochter meines Vaters zu sein, Ähnlichkeiten sind genug vorhanden, auch geerbte Krankheiten usw.
Ich möchte insofern den Aspekt der Beziehung zwischen Kind und Vater reinbringen: Wenn du Willtell deinen Sohn als deinen Sohn akzeptiert hast, wenn du ihn liebst und das beste für ihn willst, dann vergiss die Geschichte mit der biologischen Vaterschaft. Du bist der Vater, weil du ihn als deinen Sohn akzeptierst.
Wenn du hingegen, wie mein Vater bist, und dein Kind nicht liebst und nur daran denkst, wie du das die angetane Unrecht (von dem du ja nicht mal sicher weisst, ob es dir wirklich angetan wurde) wieder gut machen kannst, dann lass einen DNA Test machen und stehe zu den Ergebnissen, wie immer sie sein mögen.
Mein Vater war zu feige dazu. Er hat mich meine ganze Kindheit und Jugend dafür bezahlen lassen, dass ich vielleicht nicht seine biologische Tochter bin.
Ich hasse ihn dafür aus ganzem Herzen.
assuna
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