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Der Staat bestraft berufstätige Eltern

Die absolut unfaire Besteuerung berufstätiger Eltern durch den Schweizerischen Staat ist ein Skandal: nur gerade in den Kantonen AR und OW können die notwendigen Betreuungskosten von den Steuern abgesetzt werden. In den anderen Kantonen können gar nichts oder nur lächerliche Pauschalbeträge abgezogen werden.

Dies ist der Stand der kantonalen Steuerabzüge für Kinderbetreuungskosten per 2.2001 (Quelle:
Abzüge für Fremdbetreuungskosten in den Kantonen, NZZ 26.1.2001, Nr. 21).

kantonale Steuerabzüge für Kinderbetreuungskosten per 2.2001
ZH Maximal 3000 Fr. pro Kind unter 15 Jahren.
BE Maximal 1500 Fr. pro Kind unter 15 Jahren.
LU Maximal 2300 Fr. pro im Haushalt lebendes Kind.
UR Maximal 2000 Fr. pro Kind unter 12 Jahren
SZ -
OW Die notwendigen Betreuungskosten.
NW 3000 Fr. pro Kind unter 15 Jahren.
GL -
ZG Max. 3000 Fr. pro Kind unter 16 Jahren bis zu einem Reineinkommen von 50 000 Fr.
FR Maximal 2000 Fr. pro Kind unter 12 Jahren.
SO 2000 Fr. pro Kind unter 15 Jahren.
BS Maximal 5000 Fr. pro Kind unter 15 Jahren.
BL -
SH -
AR Die notwendigen Betreuungskosten.
AI Maximal 2000 Fr. pro Kind unter 12 Jahren.
SG Maximal 2000 Fr. pro Kind unter 15 Jahren.
GR 2000 Fr. pro Kind unter 14 Jahren. Für Alleinerziehende sowie Zweiverdienerehepaare, die zu mehr als 120 Prozent erwerbstätig sind.
AG Die nachgewiesenen Mehrkosten für die Drittbetreuung von im gleichen Haushalt lebenden Kindern. Vom Regierungsrat begrenzt auf 75 Prozent der Kosten, maximal 6000 Fr. pro Kind unter 16 Jahren.
TG Maximal 1000 Fr. pro Kind unter 16 Jahren. Nur für Alleinerziehende.
TI -
VD Maximal 1200 Fr. pro Kind unter 12 Jahren.
VS Maximal 2000 Fr. bis zu einem Reineinkommen von 70 000 Fr. Nur bis zum Beginn der obligatorischen Schulpflicht; bei behinderten Kindern bis 16.
NE -
GE Maximal 3500 Fr. pro Kind unter 12 Jahren, maximal 5000 Fr. bis zu einem Reineinkommen von 50 000 Fr.
JU Maximal 2000 Fr. pro Kind unter 15 Jahren


Für viele allein Erziehende sind die Auslagen für die Kinderbetreuung zur Ausübung der Berufstätigkeit notwendige Auslagen.

Nur wenige allein Erziehende haben das Privileg, ein Grosmami zu haben, welches gratis die Kinder hütet. Es ist ein offenes Geheimnis, dass weniger gut verdienende allein Erziehende häufig nicht arbeiten gehen, weil es finanziell gar nicht lohnt: die Auslagen für die Kinderbetreuung machen einen grossen Teil des Lohnes aus, und können dann erst noch nicht als Berufsauslagen von den Steuern abgesetzt werden. So lässt sich sowieso kein finanzieller Vorteil durch die Berufsausübung erreichen.

Diese Missstände treffen nicht nur allein erziehende, sondern alle berufstätigen Eltern; es ist unbegreiflich, dass solche Zustände von den berufstätigen Eltern in der heutigen Zeit einfach akzeptiert werden.


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neu erstellt am:    27. Februar 2001
zuletzt geändert am:    15. März 2001

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