AKTUELL:
Grosses Fest für Alleinerziehende
in Basel am 2. September 2000

Festplakat 20 Jahre EIFAM - anklicken für volle GrösseDer Basler Verein Einelternfamilien EIFAM feiert dieses Jahr das 20 jährige Jubiläum.
Am Samstag 2. September gibt es grande Fiesta.
Festprogramm: 20 Jahre EIFAM
Festplakat
Portrait: 20 Jahre EIFAM, ein Geburtstag, der sich sehen lassen kann
Rückblick über das Werden und Wirken des VAMV, heute EIFAM
Information


20 Jahre EIFAM
Am 2. September feiert der Verein Einelternfamilien Region Basel (EIFAM) sein 20jähriges Bestehen mit einem grossen Fest im Sudhaus, alte Brauerei Warteck, Nähe Wettsteinplatz, Stadt Basel.
Nachmittagsprogramm: Kinderparadies ab 13 Uhr mit Theater Vagabu (15 Uhr), Kasperlitheater (14 und 16 Uhr), Drachen basteln, Mohrenkopfschleuder usw. und mit vielen kulinarischen Köstlichkeiten.
Abendprogramm: Apéro für geladene Gäste (17.30 Uhr), mitreissender Flamenco mit La Rubia (18.30 Uhr), umwerfende Komik mit Regula Pavelka und ab 21 Uhr live! die legendären Moby Dicks, mit ihrem Sound aus den 60er, 70er und 80er Jahren.
Gross und Klein ist herzlich eingeladen!

Interessentinnen und Interessenten melden sich bei:
Barbara Feuz, Tel. 061 / 301 58 18 oder Ruth Khasham-Scholer, Tel. 061 / 691 99 36.



Festplakat 20 Jahre EIFAM

20 Jahre EIFAM, ein Geburtstag, der sich sehen lassen kann
Vor 20 Jahren gründeten einige Frauen und Männer den Verein "Alleinerziehende Mütter und Väter", heute "Einelternfamilien, Region Basel, EIFAM" Sie wussten damals noch nicht, dass aus dem gemütlichen Stammtisch eine grosse Organisation mit gegen 600 Mitgliedern werden sollte. In den vergangenen Jahren setzte sich der Verein EIFAM mit vielen Belangen alleinerziehender Mütter, Väter und ihrer Kinder auseinander. Auch mit politischen Vorstössen konnte die Situation Alleinerziehender verbessert werden. Die Mitglieder der EIFAM erhalten vier Mal pro Jahr eine Zeitschrift, das Sprachrohr des Vereins, das auch in Institutionen und Ämtern Anerkennung findet und aufmerksam gelesen wird. Es enthält Informationen, sowie Freizeit- und Ferienangebote. Die gesamte Arbeit rund um den Verein wird ehrenamtlich geleistet.
Doch warum braucht es den Verein EIFAM? Eva steckt in einer grossen Lebenskrise. Vor einem Monat hat ihr Mann die Familie Hals über Kopf verlassen. Jetzt sitzt sie mit den drei Kindern da und weiss nicht, wie weiter. Eine Freundin erzählt ihr von EIFAM. Eva nimmt Kontakt mit einem Vorstandsmitglied auf, das ihr zuhört, sie berät und damit weiterhilft. Eva spürt Verständnis und Solidarität. Ihre Probleme sind zwar nicht gelöst. Sie weiss aber, dass sie nicht alleine ist.
Iris ist ungewollt schwanger. Sie hat sich für ihr Kind entschieden und wird es alleine grossziehen. Bei EIFAM findet sie soziale Kontakte. Der juristische Rat hilft ihr im Umgang mit den Behörden und dem Vater des Kindes.
Retos Frau ist plötzlich gestorben. Er steht mit seinen zwei Kindern alleine da und ist völlig isoliert. Durch eine Beratungsstelle erfährt er von EIFAM und wird Mitglied. Die gemeinsamen Ferien in Venedig sind der erste Schritt aus seiner Isolation.
Gabi ist schon lange geschieden. Ihre Kinder wohnen bei ihr und haben keinen Kontakt zum Vater. Jan lebt alleine und sieht seine Kinder nur an einigen Wochenenden und in den Ferien, was ihm sehr schwerfällt. Beide sind seit langem Mitglied der EIFAM und lernen sich dort kennen. Sie können sich eine Zukunft als Patchworkfamilie vorstellen.
Diese Beispiele zeigen die gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit auf. EIFAM setzt sich ein, dass Gleichberechtigung unter den verschiedenen Familienformen entsteht. Dazu brauchen wir Unterstützung aus allen Teilen der Gesellschaft und der Politik.
Am 2. September feiern wir den 20sten Geburtstag und den Aufbruch in eine spannende Zukunft. Ab 12.00 Uhr servieren wir ein reichhaltiges Mittagessen. Danach findet ein Kinderprogramm mit vielen Attraktionen, wie Spielwagen, Kasperletheater, Drachenbau etc. statt. Um 15.00 Uhr spielt das Theater Vagabu seine Koffergeschichten. Rund ums Fest werden kulinarische Köstlichkeiten angeboten. Das Abendprogramm bietet ab 18.30 Uhr mitreissenden Flamenco und Komik der feinsten Sorte. Ab 21 Uhr spielt die legendäre Band "Les Moby Dicks" Oldies der 60er und 70er Jahre. Es wird bis 2 Uhr morgens getanzt! Das Fest findet bei jeder Witterung im Sudhaus, ehemals Brauerei Warteck, am Burgweg 15 (Nähe Wettsteinplatz), statt.
Interessierte wenden sich an Barbara Feuz, Tel. 301 58 18.
Rückblick über das Werden und Wirken des VAMV, heute EIFAM

1980 Am 15. Februar 1980 entsteht aus einer Selbsthilfegruppe (Arbeitsgruppe Alleinerziehender, seit 1977) der Verein Alleinerziehender Mütter und Väter, VAMV.

1981 Das Halbtagesheim "Kindernest Gundeli" wird auf unsere Initiative hin realisiert. Wir haben eine aktive Öffentlichkeitsgruppe. Wir nehmen Stellung zu zwei Steuerinitiativen. Die Gruppe "Mein Körper - meine Sexualität" wird gut besucht. Kinder-Herbstlager im Melchtal.

1982 Wir befassen uns mit Fragen der AHV, der 2. Säule und anderen Versicherungsfragen. Das Pfingstlager in Spirigen findet grossen Anklang. Wir schlies-sen uns der Frauenzentrale an. Es entsteht eine Selbsterfahrungsgruppe für geschiedene und getrennt lebende Frauen und Männer.

1983 Rosmarie Ness gibt aus gesundheitlichen Gründen das Präsidium ab. Es wird ein Dreier-Präsidium gebildet. Eine Frauengruppe trifft sich regelmässig zum Gespräch und zu Bewegung. Wir hören einen Vortrag über den Umgang mit unserer Sexualität. Wir setzen uns für Tagesschulen ein. Wir kämpfen um gerechtere Steuern (Tarif B, Einkommenssteuer für erhöhte Lebenskosten).

1984 Wir trauern um Rosmarie Ness. Der Schweizerische Dachverband (SVAMV) wird gegründet. Wir lancieren eine Alimentenbevorschussungsinitiative. Wir beteiligen uns an der Vernehmlassung zur "Basler Frauenuntersuchung" und überreichen dem Regierungsrat BS via Frauenzentrale eine Stellungsnahme. Wir haben ein VAMV-Lokal, das SIBLI. Wir führen eine Gesprächsgruppe über "Die optimale Entfaltung unserer Kinder" durch. Radio Basilisk lädt uns zu einer Vorstellungssendung ein (Selbsthilfegruppen).

1985 Wir zählen mehr als 300 Mitglieder. Der Mittwoch-Stammtisch blüht. Das Angebot "Betreuung kranker Kinder" kommt nicht an. Ledige Mütter bilden eine Gruppe. Unsere Kinder treffen sich. Wir richten eine Resolution an den Basler Regierungsrat betr. Tagesschulen. Herbstlager in Spirigen. Wanderwoche im Schwarzwald.

1986 Eine Selbsterfahrungsgruppe kann angeboten werden. Ein Trekking-Lager im Elsass macht viel Freude. Die Öffentlichkeitsarbeitsgruppe verläuft im Sand.

1987 Ein Kurs für Selbstverteidigung findet viel Anklang. Die Quartiergruppen werden lebendige Zellen des Vereins. Pfingstlager, Silvester in Langenbruck. Wir sind in der Arbeitsgruppe "Kant. Frauenstelle" vertreten.

1988 Pfingstlager, mehrere Tagesausflüge. Wir gewinnen eine Psychologin für regelmässige Gesprächsgruppen. Wir setzen uns für die Alimentenbevorschussung ein. Im Inselschulhaus beginnt die erste Tagesschule auf Primarstufe. Ein Muttertagsgottesdienst ist für uns sehr ermutigend. Wir unterstützen das neue Kranken- und Mutterschaftsgesetz. Im Kindernest ändert sich das Team. Der Begriff "Einelternfamilien" wird definiert und gutgeheissen.

1989 Wir treten aus der Frauenzentrale BS aus. Mehrere Tagesausflüge und Ferien in Österreich hatten grossen Erfolg. "Friede in Gerechtigkeit": wir haben einen Stand am Rhein. Die Zivilrichterin Ruth Scheiwiler hielt einen Vortrag über Scheidungsprobleme. Wir beteiligen uns an der "Armuts-Studie" in Basel. Im November diskutierten wir mit Zivilgerichtpräsident Urs Engler und den Advokaten Susanne Bertschi und Andreas Gerwig über die Vor- und Nachteile des neuen Eherechtes. Silvester in Langenbruck.

1990 Wir haben über 400 Mitglieder. Unser Verein heisst jetzt "Einelternfamilien Region Basel, EIFAM. Wir sind Gäste bei Radio DRS. Cornelia Kazis hält einen Vortrag über sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen. Das Preiskegeln mit Jakob Jucker ist ein Erfolg. Gudrun Homberger führt eine unserer beiden Gesprächsgruppen und bietet ein Mal pro Woche einen Mittagstisch an. Silvester auf dem Leuenberg.

1991 Wir erhielten eine Plattform in der BaZ, der Gewerkschaftszeitung und Radio Basilisk. Wir gewinnen die Juristin, Jasmine Hodel, als Rechtsberaterin unseres Vereins. Wir sprechen bei verschiedenen Veranstaltungen über das Thema "Armut in der Schweiz". Wir geben den Mittwochs-Stammtisch auf.

1992 Wir sprechen bei "Christ und Welt" und dem Regionaljournal Radio DRS über "Neue Armut". In Basel laufen Pilotversuche mit Blockzeiten. Wir kommen in Kontakt mit der IGM und führen Gespräche mit der GGG betr. Patronat. Wir führen Neumitgliedernachmittage ein, um die Schwellenangst unserer neuen Mitglieder zu reduzieren. Wir treten der Elternvereinigung "Komitee für ein gemeinsames Universitäts-Kinderspital in Basel" bei. Wir unterstützen den Tagesmütterverein BS mit einer Resolution an den Regierungsrat betr. Entlöhnung der Tagesmütter. Wir führen eine Mitgliederumfrage durch. Ferien in La Sage (VS).

1993 Wir werden in das Patronat der GGG aufgenommen. Wir treten der "IG Wohnen" bei. Wir führen eine Umfrage betr. "Betreuung von kranken Kindern" durch. Kolumne im Baslerstab und ein Portrait über unseren Verein in der bz bringen uns viele InteressentInnen. Wir überweisen eine Resolution an den Regierungsrat BS und bitte ihn darin, die Sparmassnahmen bei der Subvention von Krankenkassenprämien rückgängig zu machen. Das Fernsehen  DRS lädt uns zur "Nachtschicht" ein. An der Jahresversammlung der Erziehungsberatungsstelle BS hält Ute Raillard ein Referat "Einelternfamilien - ihre Schwierigkeiten und ihre Chancen". Ferien in Le Pont. Wir unterstützen die Blockzeiten-Initiative der CVP in Basel Stadt. Herbstferien in Venedig.

1994 Wir haben mehr als 500 Mitglieder. Wir sind Gast bei dem Tagesmütterverein Binningen/Bottmingen, der Frauenberatungsstelle des Basler Frauenvereins, dem Treffen der Tagesmüttervereine CH NW und der Stadtmission. Kolumne im Baslerstab. Zwei Standaktionen in Basel mit Moritaten. Je ein Vortrag über "Einelternfamilien" und "Neue Armut" in Basel und Allschwil. Wir treten der Frauenzentrale wieder bei. Ferien in Bergün und Venedig.

1995 Änderung des Steuergesetzes in Basel Stadt (wir gelten wieder als "Familie"). Wir sammeln Unterschriften für die Initiative "Bessere Tagesbetreuung in BS". Es erscheint ein Artikel in der "Burgergmaind". Wir sind zwei Mal auf dem Podium ("Folgefamilien" in Botmingen und bei den VEV). Ferien in Venedig und auf dem Craps Sogn Gion.

1996 Wir sind gefragt beim "Tanz auf dem Vulkan" (Sparmassnahmen in BS), beim Schulinspektorat BS und der Koordination Drogenfragen ("Mit Eltern und Lehrkräften am gleichen Strick ziehen"), in der Fernsehsendung "Lipstick" (gemeinsames Sorgerecht - ja oder nein") und bei den "Begleiteten Besuchstagen" in BL. Wir unterstützen die Initiative für kleinere Schulklassen in BS. Das Kindernest soll wegen Misswirtschaft geschlossen werden, wird aber im letzten Augenblick von der ge.m.a. übernommen. Ferien in der Haute Provence, in Madulain und Venedig.

1997 Mit der VIKO findet ein Spielnachmittag auf der Claramatte statt, und wir informierten kirchliche MitarbeiterInnen im Baselbiet über uns. Im Baselbiet werden mit unserer Mithilfe begleitete Besuchstage eingeführt. Ferien in Madulain und Venedig.

1998 Wir unternehmen einen Versuch, die Schuh- und Kleidergutscheine und die Stiftung "Schülertuch" in BS zu retten. In der bz erscheint ein Interview mit einem alleinerziehenden Vater und wir beteiligen uns an einer Radiosendung über "Working Poor". In BS lancieren wir eine Petition, um den Stand der Beiträge an Krankenkassenprämien von 1998 zu sichern. Unsere Mitglieder beantworten einen Fragebogen. Eine Frauengruppe und eine Gruppe alleinerziehender (Teilzeit-)Väter entstehen. Ferien in Venedig.

1999 Die Schuh- und Kleidergutscheine in BS werden doch noch gerettet. Wir werden von der Petitionskommission des Grossen Rates angehört (Krankenkassenprämiensubventionen), verbuchen aber nur einen Teilerfolg: eine neue Einkommenskategorie wurde geschaffen. Wir stellen den Verein im Heks vor. Ferien in Madulain, Vendig und im Tessin.


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 Letzte Aenderung: 25. August 2000