Lebenslage der Einelternfamilien
in der Schweiz:
Bevölkerungsstatistik - Arbeit - Geld
Die nachstehenden Statistikzahlen
stammen vom SVAMV Schweizerischer Verband alleinerziehender Mütter
und Väter und basieren auf der Volkszählung 1990.
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in der Schweiz gibt es 145'108
"Haushalte von Elternteilen mit Kindern", davon 83'314 mit jüngstem
Kind unter 20 Jahren
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die Einelternhaushalte machen
5.1% aller Haushalte der Schweiz aus
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über 120'000 Kinder
und Jugendliche unter 20 Jahren leben in Einelternfamilien
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Einelternfamilien mit Kindern
unter 20 Jahren machen 9% aller Familien mit Kindern dieses Alters aus
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der Anteil der Einelternfamilien
an den Familienhaushalten mit Kindern nahm stetig zu: 1970 betrug er 10.3%,
1980 betrug er 11.9% und 1990 betrug er 13.5%
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die Zunahme wird noch deutlicher,
wenn man die absoluten Zahlen betrachtet: während die Anzahl der Paarhaushalte
mit Kindern von 1970 bis 1990 nahezu konstant geblieben ist, nahm die Zahl
der Einelternhaushalte um 38'850 - von 106'258 auf 145'108 - zu. Dies entspricht
einer Zunahme von rund 37%
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84% aller Einelternfamilien
sind Mutterfamilien. Bei den Einelternfamilien mit minderjährigen
Kindern sind es 87% und bei denjenigen mit Kindern unter 7 Jahren sogar
93%
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gemäss Volkszählung
1990 entstanden die meisten Einelternfamilien durch Scheidung. Rund 52%
der allein erziehenden Mütter sind geschieden, 21% leben vom Ehemann
getrennt, 14% sind verwitwet und 13% ledig
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allein erziehende Mütter
sind die Bevölkerungsgruppe mit der höchsten Arbeitsbelastung.
Im Durchschnitt wenden sie 67 Stunden pro Woche für Erwerbs-, Haus
und Familienarbeit auf
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Rund drei Viertel der alleinrzfiehendnen
Mütter in der Schweiz sind erwerbstätig. Bei den Müttern
in Ehepaarhaushalten sind es gut ein Drittel
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7 von 10 allein erziehenden
Frauen sind zwischen 50% und 100% berufstätig
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üeber 40% der erwerbstätigen
Mütter sind auf Erwerbstätigkeit angewiesen, da die Unterhaltszahlungen
des andern Elternteils, wenn sie überhaupt geleistet werden, nicht
ausreichen, um der Familie auch nur einen bescheidenen Lebensstandard zu
gewährleisten
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ledige und geschiedene Mütter
sind im Durchschnitt über 30 Stunden, verwitwete 26 Stunden und getrennt
lebende 27 Stunden pro Woche erwerbstätig
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erwerbstätige Alleinerziehende
nehmen - im Gegensatz zu Müttern in Ehepaarhaushalten - auch längere
Wegzeiten zur Arbeit in Kauf, weil sie auf das Erwerbseinkommen angewiesen
sind
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11.4% (bei Anwendung der
Armutsgrenze der Sozialhilfe), respektive 20.2% (Anspruchsberechtigungsgrenze
für Ergänzungsleistungen) der Einelternfamilien sind arm. Die
Armutsquote für die Gesamtbevölkerung in der Schweiz beträgt
5.6%, respektive 9.8%
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über die Hälfte
der Armen in der Schweiz leben in Haushalten mit Kindern
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Frauen in der Schweiz verdienen
im Durchschnitt rund 30% weniger als Männer
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nur 27% des gesamten Arbeitseinkommens
geht an Frauen. Frauen leisten rund 75% der Gratisarbeit und 54% der gesamten
(bezahlten und unbezahlten) Arbeit
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geschiedene Männer haben
weit überdurchschnittliche verfügbare Einkommen (Einkommen unter
Berücksichtigung von Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen, Unterhaltszahlungen
und privaten und staatlichen Transfers); Alleinerziehende haben die niedrigsten
verfügbaren Einkommen
Quelle:
SVAMV Schweizerischer Verband alleinerziehender Mütter und Väter,
Zentralsekretariat, Postfach 199, 3000 Bern 16, Telefon 031 / 351 77 71,
Fax 031 351 77 76, e-mail svamv@bluewin.ch
diese Web-Seite wurde
| neu erstellt am: |
16. April 2001 |
| zuletzt geändert am: |
16. April 2001 |
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